Hier ein kleiner Einblick in unseren Einstieg des Learnings, dem die Teams der League of Professionals gespannt folgte:

Innerhalb der weltweiten Bestenliste der 100m-Sprinter zählt Usain Bolt zu den absoluten Helden. Fraglich ist jedoch, ob seine Siegessträhne lupenrein ist. Bolts Dopingtests fallen – bis jetzt – negativ aus. Wenn man sich die Top 10 Liste der 100m-Sprinter weltweit anguckt, dann bekommt man hingegen ein anderes Bild vermittelt. 7 von 10 Sprintern sind bisher des Dopings überführt worden. Ob Bolt in ein paar Jahren oder Jahrzehnten ebenfalls zu den „Überführten“ zählt, bleibt offen. Wie schnell man allerdings vom Heldi zum absoluten Losi transformieren kann, zeigt das Beispiel Jan Ullrich. Der ehemalige Radrennprofi hat die ganz großen Siege eingefahren und wurde dementsprechend auch gefeiert. Jahre später sieht es in Ullrichs Leben allerdings anders aus. Ein dem Kurs vorgeführten Video und der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglichen Video, zeigt den ehemaligen Spitzensportler lallender Weise durch seine Finka auf Malle torkeln. Bekannt für seine zahlreichen Eskapaden, ist Ullrich demnach eher vom Heldi zum Losi abgestiegen.

Die Studis haben sich nach einer knappen Aktivierung in Form eines Blitzlichts schließlich mit einer Perspektive eines Bioethikers der Uni Gent auf Doping auseinandersetzt. Pieter Bonte appelliert in seinem TedTalk für einen toleranteren Umgang mit Doping und empfindet technologiebasierte Leistungssteigerung unter bestimmten Bedingungen als ein legitimes Mittel zur Herstellung von Gleichberechtigung und Fairness.  Mithilfe eines Padlets wurden in Gruppenarbeit die zentralen Argumente Pieter Bontes herausgearbeitet und somit eine Grundlage für die später folgende Diskussion geschaffen. 

Herausfordernd war sicherlich, dass die Studis das Video lediglich einmal sehen konnten und es keine Untertitel für den englischen Vortrag gab. Nichtsdestotrotz hat die Erarbeitungsphase gut funktioniert und es fand eine rege Beteiligung statt. Vielen Dank an dieser Stelle.

Von bamant

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